BUND FREIRELIGIÖSER GEMEINDEN DEUTSCHLANDS (BFGD)

Vereinigung freier Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften – Körperschaft des öffentlichen Rechts

Gegründet am 16. Juni 1859 zu Gotha (Thüringen)

 

Aus der Präambel der Verfassung:

"Der BUND FREIRELIGIÖSER GEMEINDEN DEUTSCHLANDS (BFGD), gegründet am 16. Juni 1859 zu Gotha (Thüringen), ist der freiwillige Zusammenschluss Freireligiöser, Freigeistiger und Humanistischer Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften in der Bundesrepublik Deutschland.

 

Die Mitgliedsgemeinschaften haben sich zum Ziel gesetzt, allen der religiösen und weltanschaulichen Freiheit aufgeschlossenen Menschen unter Anerkennung ihres Rechts auf selbstverantwortliches Denken und Handeln eine dogmenfreie Religionsauffassung oder freigeistige Weltanschauung in der Gemeinschaft Gleichgesinnter zu ermöglichen und weiterzuentwickeln.

 

Ihr damit verbundenes Streben nach friedlicher Koexistenz gründet sich auf die Achtung der Menschenwürde und der Menschenrechte."

 

Und weiter aus Artikel 2 der Verfassung:

 

"Der BFGD bekennt sich zu den Grundrechten der Geistes-, Glaubens- und Gewissensfreiheit. Er tritt dafür ein, dass in Religion und Weltanschauung sowie zur Erfüllung der Lebensaufgaben das Denken und verantwortungsbewusste Handeln des Menschen mit den Erkenntnissen der Wissenschaft unserer Zeit in Einklang stehen. Der BFGD toleriert die religiösen und weltanschaulichen Auffassungen Andersdenkender.

 

Für den BFGD sind Menschenwürde, Menschlichkeit, die Achtung der Menschenrechte und die Toleranz gegen Andere unabdingbare Grundwerte. So wendet sich der BFGD gegen jede Form von Dogmatismus und Fundamentalismus.

 

Der BFGD bekennt sich zum friedlichen Zusammenleben der Völker: er ächtet den Krieg und sieht im menschlichen Leben ein einmaliges, unantastbares Gut.

 

Daher achtet und unterstützt der BFGD auf die Entscheidung jedes Menschen, der den Kriegsdienst mit der Waffe aus religiösen, weltanschaulichen oder Gewissensgründen verweigert.

 

Der BFGD ist unabhängig und parteipolitisch neutral."

 

Der BFGD gibt das monatlich erscheinende Organ "Wege ohne Dogma" heraus. Für folgende Arbeitsbereiche unterstützen den BFGD Referentinnen und Referenten: Öffentlichkeitsarbeit, Grundsatzfragen, Frauen, Jugend, Schule, Kriegsdienstverweigerung und Ausland. Dies ist im Zusammenhang mit folgenden besonderen Zielen und Aufgaben zu sehen:

 

- Vertretung freireligiöser und freigeistiger Interessen in der Öffentlichkeit

- Herausgabe und Förderung humanistisch-ethischen, freigeistigen und freireligiösen Schrifttums

- Pflege und Förderung des Gemeinschaftslebens, auch durch Tagungen und Arbeitsgemeinschaften
- Koordination der Jugendarbeit

- Zusammenarbeit mit geistesverwandten Verbänden, insbesondere im Rahmen der Mitgliedschaft
            im Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften (DFW),
            dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, Gesamtverband (DPWV),
            der Freien Akademie (fa),
            der Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen
            und  international im Rahmen der  Mitgliedschaft
            in der Internationalen Humanistischen und Ethischen  Union (IHEU),
            der European Humanist Federation (EHF) und
            der Mitgliedschaft von Landesverbänden in der International Association for Religious Free-
            dom  (IARF).

 

 

 

- Unterstützung von Bestrebungen, die auf eine Trennung von Staat und Kirche hinzielen.

 

Oberstes Organ des BFGD ist die Bundesversammlung. Sie findet alle zwei Jahre statt und setzt sich zusammen aus den Delegierten der Mitgliedsgemeinschaften und den Mitgliedern des Präsidiums.