Willkommen bei der
Freireligiösen Jugend!
Spannende Spurensuche
In der Woche nach Ostern begab sich die freireligiöse Gemeinde auf Spurensuche nach Breslau zu einer einwöchigen Erkundungstour. Vorzüglich vorbereitet war die Reise von Jochen Enders von der freireligiösen Gemeinde Wiesbaden. Breslau war eines der Zentren der freireligiösen Bewegung im 19. Jahrhundert; hier wirkte u.a. der Mitgründer Johannes Ronge. 1845 wurde in Breslau die erste freireligiöse Gemeinde gegründet und schon sieben Jahre später wieder von der preußischen Regierung verboten.
Nach der Wiederzulassung entstand hier 1862 eines der ersten freireligiösen Gemeindehäuser in Deutschland, das als eines der wenigen Gebäude dieser Stadt die Zerstörung im 2.Weltkrieg überstand. Wie viele andere freireligiöse Gemeinden weigerte sich auch die Breslauer Gemeinde, den „Arier-Paragraphen“ zu akzeptieren und wurde 1936 von den Nazis verboten, das Gemeindeeigentum enteignet. Nach dem Krieg wurden mit den verbliebenen Deutschen auch die Freireligiösen vertrieben, das ehemalige Gemeindehaus wurde von der russisch-orthodoxen Kirche, dann von den Baptisten und heute von den 7-Tage-Adventisten genutzt. Diese empfingen die freireligiöse Delegation im ehemaligen Gemeindehaus, nachdem sie erst vor Kurzem von dessen Geschichte erfahren haben. Im Übrigen wurden wenige Übereinstimmungen mit dem freireligiösen Gedankengut festgestellt, insbesondere lehnen diese Adventisten die Darwinsche Evolutionstheorie ab. ...
Unser Zitat des Monats:
Ein Kind ist in einem interessanten Alter,
wenn es nicht mehr fragt, wo es herkommt, und sich beginnt zu weigern, zu sagen, wo es hingeht."
© Willy Meurer, (*1934), deutsch-kanadischer Kaufmann



